Ökologisch Wirtschaften

Positionspapier Grüne Liste Programm 2004

Kommunale Arbeits- und Wirtschaftsförderung

Unter Förderung des ökologischen Wirtschaftens verstehen wir die Entwicklung einer regionalen Wirtschaftskonzeption, die sich auf regionale sowie auf ökologisch sinnvolle Produkte (wie Umwelttechnologien) konzentriert und die versucht, lange Transportwege einzusparen.

Die Grüne Liste setzt sich dafür ein, daß kommunale Betriebe in Pforzheim eine Vorreiterrolle übernehmen. Beispiel: Die Verwendung von regionalen und ökologisch sinnvollen Produkten im Städtischen Klinikum und anderen städtischen Einrichtungen.

Im Bereich der regenerativen Energiequellen muß die Stadt selbst aktiv werden und Förderprogramme auflegen. Wir wollen gezielt umweltfreundliche Betriebe fördern, denn die Ökologie stellt einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor im Konzert der Wirtschaftszentren dar.

Die Grüne Liste plädiert für Investitionen in Energiesparmaßnahmen in städtischen Gebäuden, z.B. in Schulen. Denn Energiesparmaßnahmen sind notwendige Zukunftsausgaben, die mittelfristig zu einer Entlastung des kommunalen Haushalts führen. Außerdem können durch diese Investitionen Arbeitsplätze im örtlichen Handwerk erhalten oder sogar neue geschaffen werden.

Wir wollen städtische Eigenbetriebe auf das Kriterium der Nachhaltigkeit überprüfen und einem Audit-Verfahren unterwerfen.

Die Grüne Liste tritt für eine Abkehr von der Politik einer blinden Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete ein. Stattdessen müssen Mittel für eine Politik des nachhaltigen Wirtschaftens frei gemacht werden und vermehrt Gewerbebrachen genutzt werden. Die Reaktivierung von Gewerbebrachen ist eine Chance, Landschaft im Außenbereich zu schonen und gleichzeitig eine zukunftsfähige Stadtentwicklung voranzutreiben.

Ein sinnvolles Instrument kommunaler Wirtschaftspolitik ist die Schaffung von Kommunikationsstrukturen, die von Betrieben gemeinsam genutzt werden. Das Gründerzentrum ist ein Beispiel für die gelungene Nutzung einer Gewerbebrache wie für die Schaffung von Strukturen, die von ExistenzgründerInnen gemeinsam genutzt werden können. 

Die Grüne Liste setzt sich ein für:

-           die Verzahnung von kommunaler Wirtschaftsförderung und aktiver

            Arbeitsmarktpolitik.

-           die Reaktivierung von Gewerbebrachen und Flächenrecycling.

-           eine aktive Ansiedlungspolitik für Unternehmen mit innovativem und

            ökologischem Know-how.

-           Vergaberichtlinien und Musterverträge vor Veräußerung und

            Verpachtung von städtischen Grundstücken für gewerbliche Nutzung.

-           einen Kriterienkatalog bei der Ansiedlung von Unternehmen, der

            Arbeitsmarkt-, Wirtschaftskraft- und Umweltschutzkriterien       berücksichtigt.

-           Beschäftigungsgesellschaften und innovative Beschäftigungsprojekte.

-           Teilzeitarbeitsplätze und Altersteilzeit im Bereich der Stadt Pforzheim

            als kommunalem Arbeitgeber.

-           konzertierte Aktionen zwischen Kommune, Unternehmer, Arbeitsamt und

            Gewerkschaften bei der Schaffung von Lehrstellen für Jugendliche

            mittels Runder Tische oder z.B. Verbundlehrstellen.

 

 

                                  

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